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Stadtüberblick
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Sydney gilt als die ‚Perle der Pazifikküste’ und ist eine lebhafte Stadt mit großer Ausdehnung. Der Hafen gehört zu den schönsten der Welt und wird gekrönt durch das imposante Opernhaus, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Zusammen bilden sie den beeindruckenden Mittelpunkt der Stadt. Sydney ist außerdem die Hauptstadt des Bundesstaates New South Wales, ein blühendes Wirtschafts- und Kulturzentrum umgeben von einer Landschaft, die wie alles andere in Sydney sehr beeindruckend ist. Die Stadt hat alle Annehmlichkeiten einer internationalen Metropole zu bieten – ausgezeichnete Einkaufsmöglichkeiten, hervorragende Restaurants und ein sehr reges Nachtleben. Da die Stadt zwischen Bergen und Meer liegt, bieten sich unzählige Sport- und Freizeitmöglichkeiten. Der Pazifik mit seiner starken Brandung an goldenen Stränden eignet sich ideal zum Surfen. Etwas weiter im Landesinneren beeindrucken die Blue Mountains, die während der verschiedenen Jahreszeiten unzählige Farbschattierungen annehmen. Außer dem Hafen, in dem die Segelboote an die markanten Formen des Opernhauses erinnern, gibt es zahlreiche Wasserwege im Landesinnern und diverse Nationalparks.
1788 als britische Strafkolonie gegründet, entwickelte sich Sydney von diesen unrühmlichen Anfängen schnell zu einem blühenden Handelszentrum und konnte während des 19. und 20. Jahrhunderts ein enormes Wachstum verzeichnen. Das Opernhaus von Sydney – ein avantgardistisches Meisterwerk der Architektur – verkörpert die Vision der Stadt, die ‚Neue Welt’ ins 21. Jahrhundert zu führen. Sydneys Architektur ist ein reizvolles Stilgemisch aus Alt und Neu, und so kommt es vor, daß im Schatten der Wolkenkratzer aus Beton, Stahl und Glas kleine viktorianische Gebäude stehen.
Die australische Föderation wurde 1901 gegründet, und um die seit langer Zeit bestehenden Unstimmigkeiten zwischen Sydney und dem Erzrivalen Melbourne beizulegen, machte man Canberra zur neuen Hauptstadt Australiens. Dennoch hatte die Regierung bis 1927 ihren Sitz in Melbourne, bis Canberras Infrastruktur entsprechend entwickelt war. Die Einwohner Sydneys bestehen allerdings darauf, daß ihre Stadt die ‚wahre’ Hauptstadt Australiens ist, und da sich die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2000 als ein Triumph für Sydney erwies, könnte auch der Rest der Welt so denken. Die Rivalität mit Melbourne besteht immer noch. Sie basiert allerdings eher auf der unterschiedlichen Lebensart als auf dem Verlangen nach offizieller Anerkennung. Während Sydney sehr britisch geprägt ist, wurde Melbourne kulturell deutlich vom Rest Europas beeinflußt.
Sydney hat die meisten Ureinwohner (Aborigines) von allen australischen Städten. Bei einem Gang durch die Stadt ist davon allerdings nur wenig zu spüren, und man trifft fast nur auf das Erbe der europäischen Einwanderer (und in letzter Zeit auch auf asiatische Einflüsse). Auch im übrigen Australien stößt man viel häufiger auf die weiße, koloniale Vergangenheit als die Spuren der Ureinwohner. Museen, Galerien, Theater und Tanztruppen zollen dem archäologischen und kulturellen Erbe der Aborigines zwar Tribut, dennoch sind die Ureinwohner in der Stadt immer noch eine unsichtbare Minderheit.
Die Olympiade hat Sydneys Ruf, eine der großartigsten Städte der Welt zu sein, nur bestätigt. Der reibungslose Ablauf der Spiele wurde vor allem der positiven, hilfsbereiten Einstellung der vielen tausend freiwilligen Helfer zugeschrieben. Sehr zum Erstaunen der Bewohner Sydneys selbst, zeigte sich, daß hinter der oft arroganten und protzigen Fassade die traditionellen australischen Tugenden nach wie vor lebendig sind. Doch die Olympischen Spiele haben nicht nur die Mentalität der Einwohner beeinflußt, sondern auch das Stadtbild. Straßen und öffentliche Plätze wurden umgestaltet oder neu angelegt und lange vernachlässigte Schandflecken beseitigt, was das Stadtzentrum jetzt ansprechender und leichter passierbar als je zuvor macht. Darüber hinaus hat Sydney subtropische Sommer und milde Winter zu bieten und ist damit ein ausgezeichnetes Reiseziel für jede Jahreszeit. |
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