Strecke Australien ist nicht nur ein Land, sondern auch ein Kontinent. Wenn man Australien komplett auf einer Karte sieht, dann schrumpfen Entfernungen zwischen weit entfernten Städten auf wenige Zentimeter zusammen. Kurven und nicht asphaltierte Strecken werden auf gerade Linien komprimiert, die den Eindruck vermitteln, dass bestimmte Strecken in scheinbar kurzer Zeit zu schaffen sind. Nicht wenigen Australien Besuchern geht es so, dass man sich für wenige Wochen oder Tage eine zuerst überschaubare Strecke vorgenommen hat, die aber nur mit viel Stress und sehr langen Fahrzeiten zu bewältigen war. Stellen Sie sich selber die Frage, ob Sie in 3 Wochen 5000 Kilometer fahren wollen. Vergleichen Sie diese Distanz mit einer Tour durch Europa! Die Fahrstrecke von Stockholm nach Barcelona beträgt rund 2800 Kilometer - eine vergleichbare Strecke wie von Cairns nach Sydney.
Speziell im Outback können Sie nicht mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde rechnen. Selbst kurze Strecken können im "Gelände" ein vielfaches der eingeplanten Zeit kosten. Planen Sie die Strecke also realistisch. Nur weil Ihr Reisebüro Ihnen sagt, eine Strecke von Perth nach Darwin sei in 2-3 Wochen bequem zu schaffen, bedeutet noch lange nicht, dass Sie sich bei dieser Tour über mehrere tausend Kilometer auch erholen.
Jahreszeit Informieren Sie sich im Vorfeld eine Reise über den Zustand der Straßen und passen Sie die Routenplanung der Reisezeit an. Der Versuch, in der Regenzeit z.B. die Gibb River Road zu befahren, ist mit großer Wahrscheinlichkeit zum Scheitern verurteilt. Das Outback wird oft mit Wüste und Trockenheit gleichgesetzt - ein Irrtum, denn viele Pisten oder auch geteerte Straßen können nach Regenfällen unpassierbar sein.
Zeitrahmen Planen Sie eine Route, die auch Abweichungen und Toleranzen zulässt. Der Zustand einer Piste im Outback ist nicht immer vorhersehbar. Eine gesperrte Piste kann im Zweifelsfall Ihren Plan "über den Haufen" werfen. Ein Panne kann in entlegenen Gegenden von Australien zum Abenteuer werden. Im Westen Australiens ist die nächste Werkstatt bei einer Panne vielleicht hunderte Kilometer entfernt - Sie können sich vorstellen, dass Sie bei so einer Situation eine Menge Zeit verlieren. Auf dem Weg durch Australien wollen Sie nicht nur im Auto sitzen, sondern vielleicht eine Wanderung machen. Auch das kostet Zeit, die Sie rechtzeitig einplanen müssen. Kalkulieren Sie Ihre Route also mit großzügigen Zeitreserven - Stress können Sie auch daheim haben.
Kfz-Technik Für Fahrten ins australische Outback ist ein funktionstüchtiges Fahrzeug für Ihr Überleben notwendig! Überprüfen Sie Ihren Mietwagen gleich bei der Fahrzeugübernahme und lassen Sie sich bei Geländewagen alle Details erklären. Wie funktioniert die Untersetzung beim Getriebe? Wo sind die Sicherungen und wie lässt sich die Motorhaube öffnen? Der eine oder andere mag bei diesem Satz lachen, aber eine Fahrzeugübernahme erfolgt oft nach einem sehr langen Flug in aller Eile, und Fragen ergeben sich immer dann, wenn der Autovermieter nicht vor Ort ist.
Ersatzteile und Zubehör Es scheint kurios, aber wenn Sie einen Geländewagen mieten, dann ist in der Regel keine Schaufel an Bord! Wenn Sie im Sand stecken bleiben, dann können Sie mit Händen versuchen, Ihr Auto "auszubuddeln". Auch in Sachen Werkzeug, Ersatzteile wie Keilriemen etc. sind auch Geländewagen oft vollkommen "unterversorgt". Ein sogenanntes "Rescue Kit" mit Schaufel etc. wird Ihnen zusammen mit dem Wagen für einen sehr teuren Preis vom Vermieter angeboten. Eine Schaufel oder Ersatzteile wie Sicherungen bekommen Sie z.B. auch in Baumärkten oder Tankstellen.
Es gibt bestimmte Sachen, die man immer gebrauchen kann: Draht, Isolierband, Zange, Kabelbinder, Reifendruck Prüfgerät, Schraubendreher, Verbandszeug, Taschenlampe ... Es macht Sinn, sich schon zu Hause ein kleines "Notfall Set" zusammenzustellen. Sie werden feststellen, dass man im Outback fast immer eines dieser Teile benötigen wird.
Brennstoffbedarf Tankstellen in Australien liegen oft hunderte Kilometer voneinander entfernt, und wenn Ihr Fahrzeug über keinen Zusatztank verfügt, dann sollten Sie wenigstens Benzinkanister mit genug Reserve mitführen. Das "Offroad Fahren" ist auch hinsichtlich dem Benzinverbrauch eine besondere Herausforderung. Schnell kann der Verbrauch auf das Doppelte ansteigen. Nutzen Sie JEDE Gelegenheit zum Volltanken, und überprüfen Sie immer den Öl- und Kühlwasserstand. Werfen Sie auch immer einen prüfenden Blick auf die Reifen.
Verpflegung und Versorgungsmöglichkeiten Wo es wenige Tankstellen gibt, da gibt es noch weniger Supermärkte. Decken Sie sich vor einer Fahrt durch das Outback mit Getränken und Lebensmitteln ein. Beachten Sie auch den Fall einer Panne: Wenn Sie im schlimmsten Fall mehrere Tage auf Hilfe warten müssen, dann sollte auch genug Wasser an Bord sein.
Tipp: Fahren im Outback
http://www.outback-guide.de
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